Kribbeln, Taubheit oder Brennen in Händen und Füßen? Polyneuropathie ist eine häufige Nervenerkrankung mit vielen Ursachen. In unserer neurologischen Praxis in Böblingen klären wir die Ursache ab und entwickeln eine gezielte Therapie für Sie.
Polyneuropathie bezeichnet eine Erkrankung, bei der mehrere periphere Nerven gleichzeitig geschädigt sind. Periphere Nerven sind die Nervenbahnen außerhalb von Gehirn und Rückenmark — sie leiten Empfindungen wie Berührung, Temperatur und Schmerz und steuern die Muskelbewegungen.
Bei einer Polyneuropathie funktioniert diese Signalübertragung nicht mehr richtig. Typischerweise beginnen die Beschwerden an den Füßen und Händen und breiten sich langsam nach oben aus — Fachleute sprechen von einer strumpf- oder handschuhförmigen Verteilung. In Deutschland leiden schätzungsweise fünf bis acht Prozent der Bevölkerung an einer Polyneuropathie, wobei die Häufigkeit mit dem Alter deutlich zunimmt.
Die Beschwerden hängen davon ab, welche Nerventypen betroffen sind:
Es gibt über 200 bekannte Ursachen für Polyneuropathie. Die häufigsten sind:
Diabetes mellitus: Die mit Abstand häufigste Ursache. Etwa 30 bis 50 Prozent aller Diabetiker entwickeln im Laufe der Zeit eine Polyneuropathie. Dauerhaft erhöhter Blutzucker schädigt die feinen Blutgefäße, die die Nerven versorgen.
Alkoholkonsum: Chronischer Alkoholmissbrauch ist die zweithäufigste Ursache. Alkohol schädigt die Nerven direkt und führt zusätzlich zu einem Mangel an wichtigen B-Vitaminen.
Weitere häufige Ursachen:
Bei etwa 20 Prozent der Betroffenen lässt sich trotz umfangreicher Diagnostik keine eindeutige Ursache finden — man spricht dann von einer idiopathischen Polyneuropathie.
Eine gründliche Diagnostik ist die Grundlage jeder erfolgreichen Behandlung. In unserer Praxis in Böblingen steht Ihnen das gesamte Spektrum der neurologischen Untersuchungsmethoden zur Verfügung:
Die Therapie richtet sich nach der Ursache und den individuellen Beschwerden:
Suchen Sie einen Neurologen auf, wenn Sie folgende Beschwerden bemerken:
Bei plötzlich auftretender Schwäche in Armen und Beinen, die sich rasch ausbreitet, sollten Sie umgehend eine Notaufnahme aufsuchen — dies kann auf ein Guillain-Barré-Syndrom hindeuten, das sofortige Behandlung erfordert.
Die Heilbarkeit hängt von der Ursache ab. Wenn die zugrundeliegende Erkrankung behandelt werden kann — etwa durch eine bessere Blutzuckereinstellung bei Diabetes — können sich geschädigte Nerven teilweise regenerieren. In anderen Fällen steht die Linderung der Beschwerden und das Verhindern eines Fortschreitens im Vordergrund.
Die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit ist mit leichten elektrischen Impulsen verbunden, die als kurzes Kribbeln oder Zucken empfunden werden. Die Untersuchung ist unangenehm, aber nicht schmerzhaft und dauert nur wenige Minuten. Die EMG-Untersuchung mit einer dünnen Nadelelektrode kann einen kurzen Pieks verursachen, ist aber insgesamt gut verträglich.
Ja, chronischer Alkoholkonsum ist eine der häufigsten Ursachen für Polyneuropathie. Alkohol schädigt die Nerven direkt und führt zusätzlich häufig zu einem Mangel an B-Vitaminen, die für die Nervenfunktion essenziell sind. Bereits eine Reduktion des Alkoholkonsums kann die Beschwerden verbessern.
Der Facharzt für Neurologie ist der richtige Ansprechpartner für die Diagnostik und Behandlung der Polyneuropathie. In unserer Praxis in Böblingen verfügen wir über alle notwendigen Untersuchungsmethoden wie NLG und EMG und arbeiten eng mit Hausärzten und anderen Fachärzten zusammen.
Kribbeln, Taubheit oder Schmerzen in den Beinen? Lassen Sie Ihre Beschwerden neurologisch abklären. Wir sind für Sie da.